Immer kühl bleiben! Dieses Dichtungsmaterial besteht den Extremtemperaturtest mit Bravour

Ein Dichtungsmaterial zu finden, das den hohen Flüssigkeitstemperaturen in Flugzeug-Hydrauliksystemen standhält, ohne die Integrität Ihrer Dichtung zu beeinträchtigen, kann eine Herausforderung sein. Von vielen der verfügbaren Elastomerdichtungsmaterialien ist bekannt, dass sie aushärten, sich zersetzen und einen erhöhten Druckverformungsrest aufweisen, was letztendlich zu Leckagen und Dichtungsversagen führt, insbesondere bei späteren niedrigen Temperaturen. Das macht es schwierig, die Anforderungen moderner Flugzeuge zu erfüllen, die in den SAE-Spezifikationen für Luft- und Raumfahrt (AS) und den Spezifikationen für Werkstoffe in der Luft- und Raumfahrt (AMS) behandelt werden, wie etwa in der langjährigen militärischen Hydraulikspezifikation AS5440 oder in neueren Werkstoffspezifikationen wie AMS7379.

Abwägung der Vor- und Nachteile

Um den besten Dichtungswerkstoff für Ihr Hydrauliksystem auszuwählen, sollten Sie die Palette der verfügbaren Werkstoffe kennen und wissen, wie sich die Temperatur auf deren Leistung auswirkt. Hier sind drei Materialien, die Sie in Betracht ziehen sollten:

Nitrilkautschuk (NBR) hat hervorragende Eigenschaften bei niedrigen Temperaturen und eine gute Abriebfestigkeit, aber das herkömmliche Nitril neigt zu Alterung, Verhärtung und Druckverformung, wenn es über +240 °F (+116 °C) eingesetzt wird, was zu Leckagen bei niedrigen Temperaturen führt. Dazu gehören Materialien, die den AMS-P-83461 und MIL-P-25732 Spezifikationen entsprechen.

Fluorsilikon (FVMQ)-Materialien wie AMS-R-25988 können typischerweise sehr niedrige Temperaturen erreichen und gleichzeitig ein gewisses Maß an Leistung bei erhöhten Temperaturen beibehalten (-80 °F bis +350 °F/-62 °C bis +176 °C). Es hat jedoch mehrere Nachteile, die oft verhindern, dass es als brauchbarer Ersatz für NBR und FKM eingesetzt werden kann, insbesondere bei anspruchsvollen militärischen Anwendungen. Dazu gehören eine schlechte dynamische Leistung mit geringer Reiß- und Abriebfestigkeit, eine geringere Dichtkraft und ein höherer zulässiger Druckverformungsrest.

Fluorkautschuk-Elastomere (FKM) haben eine hervorragende Leistung bei hohen Temperaturen und sind chemisch verträglich. Leider können herkömmliche FKM-Werkstoffe bei Temperaturen unter -40 °F (-40 °C) eine schlechte Leckagekontrolle aufweisen, beispielsweise solche, die AMS7276 und AMS7287 entsprechen. Die neuere AMS7379-Spezifikation senkt die Mindesttemperaturen für FKM auf -60 °F (-51 °C), was aber immer noch hinter den Standardanforderungen von -65 °F (-54 °C) zurückbleibt.

Fusion 665 FKM-Dichtung

Warum eine neue FKM AMS SPEC

Aufgrund der Einschränkungen bei den bestehenden Elastomerwerkstoffen bestand die Notwendigkeit, eine neue Klasse von FKM zu entwickeln, die sowohl bei niedrigeren (-65 °F/-54 °C) als auch bei höheren (+400 °F/+204 °C) Temperaturen eingesetzt werden kann und gleichzeitig eine hohe chemische Kompatibilität und Abriebfestigkeit aufweist.

Die neue AMS7410-Spezifikation etabliert einen FKM-Werkstoff, der eine echte Alternative zu NBR darstellt, das unter Wärmealterung leidet, wenn die anschließende Leistung bei niedrigen Temperaturen bis zu -65 °F (-54 °C) entscheidend ist.

FusionFKM 665 erfüllt und übertrifft sowohl AMS7379 als auch die neue AMS7410. Sein breiter Temperaturbereich (-70 °F bis 450 °F/-57 °C bis 232 °C) ermöglicht eine gute Leistung bei niedrigen Temperaturen mit ausgezeichneter Leckagekontrolle. Es hat einen extrem niedrigen Druckverformungsrest, breite chemische Kompatibilität und eine gute Abriebfestigkeit und übertrifft damit die bestehenden NBR-, FKM- und FVMQ-Lösungen. Dieser Werkstoff wurde gründlich getestet und hat sich bei -65 °F (-54 °C) und darunter bewährt.

Fusion FKM 665 (AMS7410) kann die nächste Generation der Leistung in neuen militärischen Flugzeugprogrammen ermöglichen und die Fähigkeiten bestehender Programme verbessern.

 

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